Zum Schutz: Auch bei uns gibt’s Pflegefreunde im Home-Office

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Pflegefreundin Jasmin im Home-Office

Auch wir sind im Home-Office. „Häh, wie geht das denn?“, denkt ihr euch jetzt vielleicht. Natürlich pflegen wir unsere Patientinnen und Patienten nicht per Videotutorial. Dennoch können einige Pflegefreunde auch gut von Zuhause aus arbeiten. Jasmin Bolz ist eine davon.


Jasmin ist bei uns für die Abrechnungen und Gehälter zuständig. Die Aufgaben aus der Buchhaltung ohne Kontakt zu Patientinnen und Patienten kann (und muss sie aktuell) aus dem heimischen Wohnzimmer erledigen. Wir reduzieren so ihre und unsere Kontakte. Eine von vielen Maßnahmen, die wir durchführen, um die Möglichkeit, sich mit Corona zu infizieren, klein zu halten. „Ich bin da lieber vorsichtig“, sagt Jasmin. Sie zählt zur so genannten Risikogruppe und war deshalb seit Ende März nicht mehr mit ihren Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit.

Normalerweise, wenn Jasmin im Büro ist, steht sie als Ansprechpartnerin für Fragen immer zur Verfügung. Zum Beispiel den Pflegefreunden, die gerade von einer Tour zurückkommen. „Jetzt habe ich sozusagen etwas Ruhe“, sagt Jasmin mit einem Zwinkern. Wobei das mit der Ruhe nun auch nicht so ganz stimmt, denn Jasmin kümmert sich während der Arbeitszeit momentan zusätzlich um ihre Kinder. Eine herausfordernde Aufgabe, die einiges an Flexibilität von ihr fordert.

Flexibel und verbunden

„Nach und nach hat sich aber alles eingespielt“, sagt sie. Dabei immer ganz wichtig: Kommunizieren, am Ball bleiben und miteinander über Telefon, Chat und Video Kontakt halten. Dazu haben wir unsere digitale Leitungsrunde einmal die Woche und das Tool Teams von Microsoft, auf das alle zugreifen. Wie wäre es wohl, wenn uns die Pandemie vor 20 Jahren erreicht hätte? Kaum vorstellbar, wie wir das alle ohne Messenger-Dienste und Videochats hätten so gut organisieren können.

Aber was ist nun konkret anders im Home-Office? „Früher wusste ich, ich muss um 13:30 Uhr los, da ich die Kinder abholen muss, aktuell sind diese festen Arbeitszeiten nicht drin“, sagt Jasmin. Sie muss dann arbeiten, wenn die Kinder spielen oder schlafen. Ins Büro kommt sie seit Wochen immer nur kurz, um Dinge abzuholen oder wegzubringen und nur zu den Randzeiten, wenn niemand da ist. Gar nicht so leicht.

„Mir fehlen meine Kolleginnen und Kollegen schon“, sagt sie deshalb auch. Da sie in der Nähe der Pflegefreunde-Zentrale in Münster wohnt, ist es schon eigenartig, nicht mal eben rüber zu fahren. Aber auch das Home-Office schätzt sie sehr. „Ich schaffe so gut was weg.“ Also ist das Arbeiten von Zuhause aus auch ein Modell für die Zukunft – nach Corona? Jasmin kann sich das vorstellen: „Nicht für jeden Tag, aber ab und zu wäre das sicherlich sinnvoll.“