Maria und Jenny sitzen auf der Couch

5 Fragen an das Wundmanagement

Die Pflegefreunde sind seit Mai 2024 zertifizierter ambulanter Wundpflegedienst und haben seit dem, gemeinsam mit den Wundexperten ICW® und Fachtherapeuten Wunde ICW®, eigene Wundtouren aufgebaut. Maria (Fachtherapeutin Wunde ICW®) und Jenny (Wundexpertin ICW®) erzählen vom Wundmanagement und ihrem Arbeitsalltag.

Als Spezialist für chronische und schwer heilende Wunden arbeiten wir mit Fachärzten und Sanitätshäusern zusammen. Examinierte Pflegefachkräfte mit der Weiterbildung zum Wundexperten sowie aufstockend zum Fachtherapeuten Wunde ICW® dürfen die Wunden der Patienten im eigenen zuhause versorgen.

Warum habt ihr euch für die Weiterbildung zum Wundexperten ICW® entschieden?

Maria: „Die klassische Pflege war mir auf Dauer zu eintönig. Oft gibt es dort keine wirkliche kurative Verbesserung, sondern eher ein Begleiten des bestehenden Zustands. In der Wundversorgung sehe ich dagegen, dass ich mit meiner Arbeit konkret etwas Positives bewirken kann. Es geht darum, die Lebensqualität der Patienten spürbar zu verbessern, und genau das motiviert mich sehr.“

Jenny: „Mich haben Wunden schon immer interessiert. Besonders das Fach- und Hintergrundwissen hat mich fasziniert: Wie entsteht eine Wunde, wie versorgt man sie richtig und wie kann man den Heilungsprozess optimal unterstützen? Die Frage, wie man Wunden möglichst gut und schnell zum Abheilen bringt, hat mich von Anfang an begeistert.“

Was fasziniert euch so im Wundmanagement?

Maria: „Ein großer Reiz liegt für mich in den sichtbaren Erfolgen. Man sieht, was man erreicht hat, und kann stolz darauf sein, einem Menschen wirklich geholfen zu haben. Der menschliche Körper ist unglaublich interessant, und jede Wunde ist anders – das macht die Arbeit sehr abwechslungsreich“.

Jenny: „Früher habe ich immer gedacht, dass Wundauflagen kleine Wundermittel sind. Jedoch gehört viel mehr dazu. Entscheidend ist, die richtigen Bedingungen zu schaffen, damit der Körper selbst heilen kann. Eine warme, feuchte Umgebung spielt dabei eine große Rolle. Außerdem sind Wunden oft sehr beeindruckend – manchmal kann man sogar Muskeln oder Sehnen sehen, was fachlich unglaublich spannend ist.“

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus?

Maria: “Unser Alltag ist sehr vielseitig. Wir arbeiten kausal, das heißt, wir behandeln nicht nur die Wunde, sondern auch ihre Ursachen. Wir fahren konstante Touren mit festen Patienten, dokumentieren viel im Büro und tauschen uns regelmäßig im Team über die einzelnen Fälle aus. Auch Grundpflege gehört teilweise dazu.“

Jenny: „Der Austausch ist ein ganz zentraler Bestandteil unserer Arbeit – sowohl mit Kollegen als auch mit Ärzten. Gemeinsam optimieren wir Materialien, Größen und passen Versorgungspläne individuell an. Die Begleitung von Menschen mit oft sehr langen Leidenswegen ist komplex, aber genau dadurch können wir viel zur Lebensqualität beitragen. Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen und eine vertrauensvolle Beziehung zu den Patienten entsteht.“

Was hat sich an eurer Arbeit verändert, seit der Zertifizierung 2024?

Maria: „Nicht nur die Zertifizierung, sondern vor allem die Fortbildung zur Wundexpertin ICW ®hat meine Arbeit stark verändert. Früher wurde häufig nicht hinterfragt, wodurch eine Wunde entstanden ist. Heute habe ich ein viel besseres Verständnis für die zugrunde liegenden Erkrankungen und weiß, dass unterschiedliche Wunden auch unterschiedliche Herangehensweisen erfordern.“

Jenny: „Für mich bedeutet das vor allem mehr Handlungssicherheit. Es geht um echte „Spurensuche“: Wo kommt die Wunde her, welche Ursachen müssen behoben werden, damit sie nicht wieder entsteht? Der Austausch mit Kollegen und Ärzten hilft dabei sehr. Prophylaxe spielt eine große Rolle, denn unser Ziel ist nicht nur Heilung, sondern auch die Vermeidung neuer Wunden.“

Wo liegt der Unterschied zwischen der Arbeitsweise der Pflegefreunde und anderen Dienstleistern?

Maria: „Ein großer Unterschied ist, dass wir durchgehend vor Ort sind – so oft, wie es für den Patienten notwendig ist. Wir übernehmen die aktive Versorgung der Wunden und begleiten die Menschen kontinuierlich. Das schafft Sicherheit und Vertrauen.“

Jenny: „Andere Anbieter, wie zum Beispiel Homecarer, arbeiten meist nur beratend und dürfen keine Verbände anlegen, sondern lediglich beliefern. Wir hingegen verfügen über speziell ausgebildete Wundexperten ICW®. Das ist nicht bei allen Pflegediensten der Fall, auch wenn es zunehmend mehr werden. Diese Kombination aus Fachwissen, Präsenz und direkter Versorgung macht unsere Arbeit besonders.“

Fazit

Ist wird deutlich, der Mensch und die Verbesserung seiner Lebensqualität stehen im Mittelpunkt. Mittels der Kausaltherapie wird sich ein ganzheitliches Bild der Wunde und ihre Ursachen gebildet, wobei sich täglich im Team und mit Fachärzten ausgetauscht wird. Wundexperten ICW® „brennen“ für die Wunden und stecken ihr ganzes Herzblut hinein. Bei den Pflegefreunden arbeitet das Wundmanagement herstellerunabhängig und kann die Wunde voll und ganz nach ihrem Zustand versorgen.

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